Uber +Composites

+Composites ist ein Interreg IVB Projekt mit 12 Partnern, die Unternehmen in Nord-West-Europa (NWE) bei Innovation und Technlogietransfer im Bereich Verbundwerkstoffe durch Training, Netzwerken und Markbeobachtung unterstützten.

Das Projekt

Interessierte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus NWE sollen zum Technologietransfer ermutigt werden, indem sie mit einem Netzwerk aus bereits erfahrenen Firmen und Einrichtungen zusammen gebracht werden. +Composites beachtet dabei die Nachhaltigkeit und unterstützt die Unternehmen in allen Technologieschritten vom Entwurf bis zum späteren Recycling. Im Blickpunkt stehen Anwendungen in der Transportindustrie und dem dazugehörigen Anlagenbau, weil diese in NWE traditionell eine starke Rolle einnehmen.

In vier Jahren Projektdauer (2010-2014) organisierte +Composites 54 Veranstaltungen und Seminare. Sie wurden zu Studienbesuchen von 22 Unternehmen und Instituten in sechs Regionen eingeladen. Viele von Ihnen haben an dem +Composites International Forum im Dezember 2012 in Luxembourg teilgenommen. +Composites war auch Aussteller auf mehr als 12 regionalen und internationalen Messen z.B. JEC Europe, Composites Europe, TEXCOMP.

In allen Veranstaltungen zeigten mehr als 2.500 Menschen Interesse an unseren Aktivitäten und erfragten Unterstützung und/oder Informationen. Mitglieder unseres Teams hatten die Gelegenheit nahezu 250 Unternehmen zu interviewen und 79 Projektideen zu analysieren. Unser Team hat dabei seine Erfahrung und Wissen bereitwillig weitergegeben.

The +Composites project - collaboration

Mehr als 20 kleine und mittlere Unternehmen haben bei einem Technologietransfer von der Unterstützung von +Composites und der Erfahrung von Partnern aus den sechs Regionen des Projekts profitiert.

  • Erstes Beispiel: GRADEL, ein luxemburgisches Unternehmen aus Ellange, ist Spezialist für Forschung und Produktion von Artikeln für die Luftfahrt-, Kern- und  Glasindustrie. Im Oktober 2013, entwickelte GRADEL, mit Unterstützung durch belgische +Composites Partner, an einer Verbundstruktur bei einer bodengestützten Endanwendung im Raumfahrtsektor.
    Der Beitrag +Composites in Form von Know-how in Konstruktion und Materialwahl, Brainstorming über Fertigungsprozesse, und die Suche nach einem Partner für die Realisierung eines Prototyps erlaubte GRADEL einen Vorschlag zur technischen Lösung abzugeben, der bei der ESA (European Space Agency) aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt wurde.
     
  • Zweites Beispiel: AEROFLEET.AEROFLEET, ein belgisches Unternehmen aus Soumagne, ist Spezialist für Hochtemperatur-Verbundwerkstoffe primär für Anwendungen im Segel- und Luftfahrtbereich.
    AEROFLEET startete 2012, nach einem ersten Kontakt mit +Composites , eine Serie von Machbarkeitsstudien mit einigen Projektpartnern. Diese Studien hatten die Integration von Faseroptischensensoren in Strukturelemente von Segelbooten zum Thema. Solche Sensoren erlauben es, kritische Verbundteile während der Herstellung zu optimieren und während der Nutzungsdauer bezüglich Alterung und Beanspruchung zu überwachen.
    Die Technologie wird derzeit (Oktober 2014) in in Bau befindliche Prototypen integriert.

Auswirkungen

Die sozio-ökonomischen Auswirkungen durch das Projekt sind schwer zu beziffern. Wir möchten jedoch auf die folgenden Aspekte hinweisen:

  • Neben Zahlen und Erfolgsgeschichten ermöglichte es +Composites neue Arbeitsplätze zu schaffen oder vorhandene zu erhalten, weil das Streben nach Wettbewerbsfähigkeit den Technologietransfer und die Umstellung von Geschäftstätigkeiten in Unternehmen initiiert hat. Das Projekt steigerte auch das Bewusstsein bei Wirtschaft und Politik für das wachsende Interesse der Unternehmen an der Herstellung und Verwendung von Verbundstoffen.
     
  • Die in der Picardie organisierten Veranstaltungen «Mon objectif : un emploi dans les composites» and «Mon objectif : un emploi dans l’aéronautique»  haben Arbeitssuchenden vielversprechende Karrieren näher gebracht. Das einzigartige Format dieser Veranstaltungen gab ihnen die Möglichkeit unmittelbar Unternehmen kennen zu lernen, die auf der Suche nach Arbeitnehmern sind, die Kenntnisse im Bereich Verbundwerkstoffe haben oder erlernen wollen. Mehr als zehn unbefristete Verträge wurden noch am gleichen Tag und weitere in den folgenden Wochen unterzeichnet.
mon objectif un emploi dans les composites

Darüber hinaus gibt es Einflüsse auf die Politik der Regionalentwicklung: Es gibt beispielsweise im Großherzogtum Luxemburg die Einführung eines Machbarkeitsprojekts eines Kompetenzzentrums für Verbundwerkstoffe in Oktober 2014.

Und letztendlich ist das + Composites Projekt selbst ein erfolgreiches Muster für ein effizientes, sozioökonomisches Netzwerk von Unternehmen, Wissenschaftlern, öffentlichen Einrichtungen und Clustern der Branche.

 

Ein projekt von Interreg IVB - Partner